Frühlingslieder

Die hier genannten Liedtexte gehören vor allem zu pentatonischen Melodien, die für die kleinen Kinder besonders geeignet sind. Die Noten dazu und auch die Hörbeispiele können Sie dem Buch „Lieder für den Kindergarten" von Sibylle Seidel-Weidemann entnehmen.

Weiterführende Information zu

Pentatonische Lieder im Kindergarten


Tafelbild H. Kullak-Ublick aus: Waldorf-Ideen-Pool

Mutter Erde

Text: Waldtraut Klein, Melodie: Suse König

Mutter Erde, Mutter Erde
wo sind all die Blümelein?
Schlafen, schlafen in der Erde,
bis sie weckt der Sonnenschein.

Mutter Erde, Mutter Erde
wo sind all die Käferlein?
Träumen, träumen in der Erde,
bis sie weckt der Sonnenschein.

Sonnenschein, komm herein
Wecke alle Blümelein.

Weidenkätzchen

Text: Christian Morgenstern, Melodie: Alois Künstler

 Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

Wollen's gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

Mußt dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen läßt.

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt. 

Sämann

Achim von Arnim, Melodie Alois Künstler

Hutsch he! hutsch he!
Der Ackermann säet,
Die Vögelein singen,
Die Kernlein zerspringen,
Hutsch he! hutsch he!

Im Märzen der Bauer

Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt,
er setzt seine Felder und Wiesen instand;
er pflüget den Boden, er egget und sät
und regt seine Hände frühmorgens und spät.

Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn;
sie haben im Haus und im Garten zu tun.
Sie graben und rechen und singen ein Lied,
sie freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
da erntet der Bauer das duftende Heu.
Er mäht das Getreide, dann drischt er es aus;
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.

Alle Vögel sind schon da

Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle
Welch ein Singen, Musizieren,
Pfeifen, Zwitschern, Tirilieren!
Frühling will nun einmarschieren,
kommt mit Sang und Schalle

Wie sie alle lustig sind,
flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star
und die ganze Vogelschar
wünschen Dir ein frohes Jahr,
lauter Heil und Segen.

Was sie uns verkünden nun,
nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
lustig wie die Vögelein,
hier und dort, feldaus, feldein,
singen, springen, scherzen.

Kuckuck, Kuckuck

Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen!
Frühling, Frühling wird es schon bald.

Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrein:
Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!
Was du gesungen, ist dir gelungen:
Winter, Winter räumet das Feld.


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Schülerarbeit
Rudolf Seiner Schule Wandsbek