Zitate: Schlafen und Wachen

Leise bist du nur umfangen,
Schlaf ist Schale, wirf sie fort!

Johann Wolfgang von Goethe, aus: Faust II

Schlummer und Schlaf, zwei Brüder, zum Dienste der Götter berufen,
Bat sich Prometheus herab, seinem Geschlechte zum Trost;
Aber, den Göttern so leicht, doch schwer zu ertragen den Menschen,
Ward nun ihr Schlummer uns Schlaf, ward nun ihr Schlaf uns zum Tod.

Johann Wolfgang von Goethe, aus: Antiker Form sich nähernd, Die Geschwister

Süßer Schlaf! Du kommst wie ein reines Glück ungebeten, unerfleht am willigsten. Du lösest die Knoten der strengen Gedanken, vermischest alle Bilder der Freude und des Schmerzens, ungehindert fließt der Kreis innerer Harmonien, und eingehüllt in gefälligen Wahnsinn, versinken wir und hören auf, zu sein.

Johann Wolfgang von Goethe, aus: Egmont

Schlaf ist das einzige Glück, das man erst genießt, wenn es vorbei ist.

Alfred Polgar, 1873 - 1955

Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.

Arthur Schopenhauer, 1788 - 1860

Der Traum ist der beste Beweis dafür, daß wir nicht so fest in unsere Haut eingeschlossen sind, als es scheint.

Friedrich Hebbel, 1813 - 1863

Süßer Schlaf! Du kommst wie ein reines Glück ungebeten, unerfleht am willigsten.

Johann Wolfgang von Goethe

Schlafen! Vielleicht auch träumen!
Ja, da liegts.

William Shakespeare, aus: Hamlet

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.

Immanuel Kant

Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann dich das Sterben erschrecken? Hast du es je noch gespürt, wenn du des Abends entschliefst?

Christian Friedrich Hebbel

Leere Deinen Kopf bevor du dich schlafen legst, wie du auch deine Taschen leerst.

Erich Fried

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man sehr lang getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.

Hermann Hesse

Der Schlaf ist das einzige Geschenk, das uns die Götter ohne Arbeit gaben, mit der Arbeit aber dreifach versüßen.

Karl Julius Weber

Der Schlaf ist doch die köstlichste Erfindung!

Heinrich Heine

Wie ein Kind, umwunden von der Schlange, des erquickenden Schlafs genießt, so legt der Müde sich noch einmal vor der Pforte des Todes nieder und ruht tief aus, als ob er einen weiten Weg zu wandern hätte.

Johann Wolfgang von Goethe

Wer schlafen kann, darf glücklich sein.

Erich Kästner

Wenn ich schlafe oder sterbe, endet meine Welt mit mir, aber die Welt der anderen bleibt. Mit jedem neugeborenen Kind erwacht auch seine Welt.

Oswald Spengler

Müdigkeit ist halber Schlaf. Von einem gewissen Alter an wird man gar nicht mehr so richtig wach.

Marcel Jouhandeau

Selbst der Schlaf ist nichts als die Flut jenes unsichtbaren Weltmeers, und das Erwachen das Eintreten der Ebbe.

Novalis

Jeder Tag ist ein kleines Leben, zu welchem das Erwachen die Geburt ist und welches durch den Schlaf, als Tod, beschlossen wird.

Arthur Schopenhauer

Dem Schlaf enthoben, welkt der Traum. Er ist ein submarines Gewächs, das außerhalb des Wassers abstirbt. - Was der Traum uns lehrt, ist die bittere Einsicht in unsere Begrenztheit.

Jean Cocteau

Wer schlafen kann, darf glücklich sein.

Erich Kästner