Zitate: Entwicklung, Veränderung

... Und umzuschaffen das Geschaffene,
Damit sich's nicht zum Starren waffne,
Wirkt ewiges lebendiges Tun.
Und was nicht war, nun will es werden,
Zu reinen Sonnen, farbigen Erden,
In keinem Falle darf es ruhn.
Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht's Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen:
Denn alles muß in Nichts zerfallen,
wenn es im Sein beharren will.

Johann Wolfgang von Goethe

Vergnügen an Veränderungen ist dem Menschen bleibend eigen.

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-99

... denn nur die genügende Entwicklung des Menschen auf jeder vorhergehenden Stufe bewirkt ... eine genügende vollendete Entwicklung jeder folgenden spätern Stufe.

Fröbel, 1826  in: Die Menschenerziehung

Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.

Albert Einstein

... aber das Wachstum ist nicht bloß Entwicklung; die verschiedenen organischen Systeme, die den einen Menschen ausmachen, entspringen auseinander, folgen einander, verwandeln sich ineinander, verdrängen einander, ja zehren einander auf, sodaß von manchen Fähigkeiten, von manchen Kräfteäußerungen, nach einer gewissen Zeit, kaum eine Spur mehr zu finden ist.

Johann Wolfgang von Goethe, aus: Dichtung und Wahrheit

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen Dummköpfe Wälle.
Die Weisen bauen Windmühlen.

Chinesisches Sprichwort

Betrachten wir eine Pflanze, insofern sie ihre Lebenskraft äußert, so sehen wir dieses auf eine doppelte Art geschehen, zuerst durch das Wachstum, indem sie Stengel und Blätter hervorbringt, und sodann durch Fortpflanzung, welche in dem Blüten- und Fruchtbau vollendet wird. Beschauen wir das Wachstum näher, so sehen wir, dass, indem die Pflanze sich von Knoten zu Knoten, von Blatt zu Blatt fortsetzt, indem sie sprosst, gleichfalls eine Fortpflanzung geschehe, die sich von der Fortpflanzung durch die Blüte und Frucht, welche auf einmal geschieht, darin unterscheidet, dass sie sukzessiv ist, dass sie sich in einer Folge einzelner Entwicklungen zeigt. Diese sprossende, nach und nach sich äußernde Kraft ist mit jener, welche auf einmal eine große Fortpflanzung entwickelt, auf das genaueste verwandt. Man kann unter Umständen eine Pflanze nötigen, dass sie immerfort sprosse, man kann dagegen den Blütenstand beschleunigen. Jenes geschieht, wenn rohere Säfte der Pflanze in einem größeren Maße zudringen; dieses, wenn die geistigen Kräfte in derselben überwiegen"

Johann Wolfgang von Goethe, aus: Metamorphose der Pflanzen

Der Mensch ist nichts Festes, Gewordenes und Fertiges, nichts Einmaliges und Eindeutiges, sondern etwas Werdendes,
ein Versuche, eine Ahnung und Zukunft, Wurf und Sehnsucht der Natur nach neuen Formen und Möglichkeiten.

Hermann Hesse

Auch der erste Schritt gehört zum Wege.

Arthur Schnitzler

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.

Mahatma Gandhi

Der Kampf des Alten mit Entwicklung, Aus- und Umbildung ist immer derselbe.
Aus aller Ordnung entsteht zuletzt Pedanterie; um diese los zu werden, zerstört man jene, und es geht eine Zeit hin, bis man gewahr wird, dass man wieder Ordnung machen müsse.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

Konsequent ist nur der, der sich selber mit den Umständen wandelt.

Winston Churchill

Der Wechsel alleine ist das Beständige.

Arthur Schopenhauer

Beides und das Nämliche ist immer in uns: Lebendiges und Totes, Waches und Schlafendes, Junges und Altes. Das eine wird durch Verwandlung das andere, und in neuem Wechsel wird dieses wieder zu jenem.

Heraklit

Ziel des Lebens ist die Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zu Entfaltung bringen, das ist unsere Bestimmung.

Oscar Wilde

Es ist der Schritt, der erobert. "En marche" - ist eines der schönsten Worte der Welt.

Christian Morgenstern, 1871-1914

Wenn wir bedenken, wieviel hunderttausend Jahre wir wohl alt sein mögen, werden wir geduldiger gegen das Tempo unserer heutigen Entwickelung werden. Die von uns heute so ungestüm begehrte edlere Zukunft unsres Geschlechts wird sich vielleicht schon noch einmal verwirklichen, aber statt in Jahrhunderten erst in Jahrtausenden. Das ist freilich kein Trost für den Lebenden: aber der Lebende hat einen andern Trost: dass ihm für seine Person schon heute die Möglichkeit gegeben ist, sich selbst so edel zu verwirklichen, wie er nur kann. Die Insichvollendung des Menschen ist jederzeit und überall möglich; zuletzt bleibt doch diese Erkenntnis und was sie fruchtet der einzig wahre Fortschritt.

Christian Morgenstern, 1871-1914

Gestern sah ich im Stadtpark ein kleines Bäumchen von einem halben Meter Höhe, das ein unverhältnismäßig großes Porzellanschild an seinem dünnen Stämmchen tragen musste. Armes Geschöpf, du gleichst den Kindern, die schon im zarten Alter von der Last der Etikette und Mode sich ihr fröhliches Wachstum verkümmern lassen müssen, statt ungehemmt so sich entfalten zu dürfen, wie die Natur es gewollt.

Christian Morgenstern, 1871-1914

Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.

Wer vom Ziel nichts kennt,
kann's doch heut erfahren;
wenn es ihn nur brennt
nach dem Göttlich-Wahren;
wenn in Eitelkeit
er nicht ganz versunken
und vom Wein der Zeit
nicht bis oben trunken.

Denn zu fragen ist
nach den stillen Dingen,
und zu wagen ist,
will man Licht erringen:
wer nicht suchen kann,
wie nur je ein Freier,
bleibt im Trugesbann
siebenfacher Schleier.

Christian Morgenstern, 1871-1914, aus: Wir fanden einen Pfad

Man soll nicht sagen: Du sollst dies oder jenes in die Seele des Kindes hineingießen, sondern: Du sollst Ehrfurcht vor seinem Geiste haben. Diesen Geist kannst du nicht entwickeln, er entwickelt sich von selber. Dir obliegt es, ihm die Hindernisse seiner Entwicklung hinwegzuräumen und das an ihn heranzutragen, das ihn veranlasst, sich zu entwickeln.

Rudolf Steiner

Erst muss, bevor die Welt sich ändern kann, der Mensch sich ändern.

Bertholt Brecht

Es gibt weder große Entwicklungen noch wahre Fortschritte auf dieser Erde, solange noch ein unglückliches Kind auf ihr lebt.

Albert Einstein, 1879-1955

Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern.

Konfuzius

... denn nur die genügende Entwicklung des Menschen auf jeder vorhergehenden Stufe bewirkt ... eine genügende vollendete Entwicklung jeder folgenden spätern Stufe.

Fröbel, 1826, aus: Die Menschenerziehung

Alle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter als ein Taumeln von einem Irrtum in den anderen.

Henrik Ibsen

Man kann nichts ändern - außer sich selbst.

Rudolf Steiner

Es gibt weder große Entwicklungen noch wahre Fortschritte auf dieser Erde, solange noch ein unglückliches Kind auf ihr lebt.

Albert Einstein, 1879-1955