Der Wochentag-Drehkalender

Der Wochentags-Drehkalender

Der Montag schüttelt seinen Kopf, er ist ein wahrer Sauertopf.
Der Dienstag ist ein starker Held, er singt sich mutig durch die Welt.
Der Mittwoch kommt mit flinkem Schritt und nimmt uns Kinder alle mit.
Der Donnerstag, der neigt das Ohr, und jedes sagt sein Sprüchlein vor.
Der Freitag windet einen Kranz, er holt die Braut zum Hochzeitstanz.
Der Samstag läutet uns zur Ruh', er schließt das Wochenhäuschen zu.
Der Sonntag ist der Sonnensohn, er trägt die gold’ne Königskrohn'.

                                                                              (M. Garff)

Wie wirkt sich der Wochenrhythmus aus und wie kann er gepflegt werden? In den Waldorfkindergärten wird der Jahresrhythmus durch das Feiern der Jahresfeste, der Tagesablauf durch bestimmte Rituale und auch der Wochenrhythmus, z. B. durch den Tagen zugeordnete Tätigkeiten wie Eurythmie, Wasserfarbenmalen etc., aber auch durch den Speiseplan gepflegt.

Auch zu Hause kann man dies weiterführen und unterstützen. Eine schöne Möglichkeit ist es vor allem für die kleinen Kinder, wenn an einem bestimmten Platz – beispielsweise in der Nähe des Jahreszeitentisches – ein Wochentagskalender hängt, der jeden Morgen um einen Tag weiter gedreht wird. So bekommen die Kinder anhand der kleinen Bilder und der Wiederholung ein Gefühl für die Woche.

Bei der Herstellung des Kalenders ist man frei in der Auswahl der Motive, bei diesem Beispiel hat man sich an der Zuordnung zu den Planeten, Steinen, Bäumen, und Farben orientiert. Mehr dazu unter: Anthrowiki - Wochentag

Aber schön ist es auch, wenn man das o. a. Gedicht von M. Garff in Bilder umsetzt.


Anleitung Wochentags-Drehkalender

Anleitung Wochentags-Drehkalender (pdf)

Die Bilder können Sie hier zur Vergrößerung anklicken:

1.) Zeichnung

2.) Scheibe außen


3.) Scheibe innen


4.) Rückseite


5.) Zeiger


6.) Qualitäten der Wochentage


Der Wochenrhythmus

Die Namen der Wochentage weisen noch auf die Planeten hin:  

Sonntag – Sonne (englisch „Sunday“)
Montag – Mond (französisch „Lundi“)
Dienstag - Mars (französisch „Mardi“)
Mittwoch - Merkur (französisch „Mercredi“)
Donnerstag - Jupiter (französisch „Jeudi“)
Freitag - Venus (französisch „Vendredi“)
Samstag - Saturn (englisch „Saturday“)

So unterschiedlich wie die Erscheinungen der Planeten am Himmel sind, so unterschiedlich kann man die Qualität der Wochentage erleben und pflegen.

Die Planetenbäume

„Ursprünglich, im geozentrischen Weltbild, wurden alle mit bloßem Auge regelmäßig sichtbaren Himmelserscheinungen, die sich vor dem Hintergrund des Fixsternhimmels bewegen, als Planeten bezeichnet und jeder einem Wochentag zugeordnet: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn. Die Germanen haben die Sieben-Tage-Woche von den antiken Kulturen übernommen. Im germanischen Kulturkreis sind die Namen der Wochentage nicht so offensichtlich erhalten wie in den romanischen Sprachen, in denen die klassischen, lateinischen Planeten- oder Götter-Namen noch erkennbar sind.