Laternenzeit

Das transparent ummantelte Ich

Von Fabrizio Venturini, November 2012

Wenn es im Herbst früh dunkel zu werden beginnt, dann sieht und hört man sie wieder: Kinder, die mit ihren Laternen singend durch die Straßen ziehen. Oft erklingt in ihren Liedern die Geschichte von Sankt Martin, besonders in Süddeutschland. Das eigene Tragen der Laterne in der Gruppe ist aber das Wichtigste. 

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Die Jahreszeiten sind in den Waldorfkindergärten ein wichtiger Faktor und man orientiert sich stark am Kreis der Jahresfeste und des Jahreslaufes. So nimmt die Laternenzeit im November eine besondere Stellung ein und die Herstellung der Laternen lässt die Kinder besonders intensiv auf diese Jahreszeit hinleben.

1.) Buchtipp:

„Laternenzeit", Verlag Freies Geistesleben:

2.) Laterne-Lieder mit Noten

Die Noten finden Sie auf der Internetseite:

Martin-von-Tours.de

Licht in der Laterne

Licht in der Laterne,
ich geh mit ihr so gerne.
Rotes grünes, goldnes Haus,
Lichtlein, Lichtlein geh nicht aus.

Alle Leut' es sehen,
wenn wir Laterne gehen.
Rotes grünes, goldnes Haus,
Lichtlein, Lichtlein geh nicht aus.

Und wir Kinder singen,
dass alle Straßen klingen.
Rotes grünes, goldnes Haus,
Lichtlein, Lichtlein geh nicht aus.

Lasst von uns euch sagen:
du sollst ein Lichtlein tragen.
Rotes grünes, goldnes Haus,
Lichtlein, Lichtlein geh nicht aus.

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee, da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an.
"O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!".

Sankt Martin zog die Zügel an,
sein Roß stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Der Hahn, der kräht, die Katz miaut.
oder auch:Ein Lichtermeer zu Martins Ehr!
Rabimmel, rabammel, rabum.

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Laternenlicht, verlösch mir nicht!
Rabimmel, rabammel, rabum.

beim Nachhausegehn Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus.
Rabimmel, rabammel, rabum.

Laterne, Laterne

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.

Durch die Straßen

Durch die Straßen auf und nieder
leuchten die Laternen wieder:
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Wie die Blumen in dem Garten
blühn Laternen aller Arten:
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Und wir gehen lange Strecken
mit Laternen an den Stecken
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

 

Liedsuche: 

Laternenlieder aus der Seite "Kinder wollen singen" mit freundlicher Genehmigung der Initiative für Kindergärten und Vorschulerziehung, wofür wir uns bedanken.

3.) Die schönsten Spielideen für den Herbst

Die Blätter fallen - die Laune steigt. Mit diesen Spielen wird der Herbst bunt und schön! Denn hier haben wir tolle Ideen zusammengestellt: für drinnen und draußen, für ein Kind oder mehrere, für ganz Kleine und etwas Größere...

Aus der Zeitschrift „Eltern" entnommen. Hier geht es direkt zum Artikel mit den hübschen Spielideen:

Link "Spielideen":

4.) Rezepte zu St. Martin

Hier einige Rezepte, die sich zur Martins- und Laternenzeit eignen:

Link: Rezepte (aus der Internetsite www.hausfrauenseite.de)