Die Hamburger Initiative

Der Initiativkreis Interkulturelle Waldorfpädagogik möchte mit der Gründung ihres Kindergartens im Reiherstiegviertel in Hamburg-Wilhelmsburg allen Kindern Waldorfpädagogik zugänglich machen. Waldorfpädagogik ist eine international erfolgreiche Reformpädagogik auf der Grundlage der Ideen von Rudolf Steiner. Es gibt 210 Waldorfschulen in Deutschland, davon allein zehn in Hamburg und weltweit existieren derzeit rund eintausend Waldorfschulen. Hamburg hat 15 Waldorfkindergärten mit über 30 Gruppen.

Die Wilhelmsburger Initiative wird getragen von anerkannten Persönlichkeiten der Hamburger Kindergarten- und Waldorfschulbewegung. Seit Beginn der Initiative ist viel geschehen:

Von einer Spielgruppe zum Kindergarten

Im Februar 2009 wurden die Ideen des Arbeitskreises Interkulturelle Waldorfpädagogik in Hamburg-Wilhelmsburg in die Tat umgesetzt. Es begann mit der Arbeit mit einer kleinen Spielgruppe, in der meist 3-4 jährige Kinder miteinander spielten und lernten und so ihre ersten Erfahrungen mit der Waldorfpädagogik machten - besondere Schwerpunkte lagen auf dem selbstverständlichen Miteinander und der Sprachförderung in einem heterogenen Umfeld. Inzwischen ist die Kinderschar in dem Haus im Wilhelmsburger Reiherstiegviertel, in dem die Interkulturelle Kindertagestätte seit dem 1. September 2009 arbeitet, stark angewachsen.  

Im April 2010 wurde dem Kindergarten durch die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz die Betriebserlaubnis zum Führen einer Kindertagestätte erteilt.

Der Kindergarten wächst

Der Interkulturelle Kindergarten Wilhelmsburg, der in diesen Tagen auch seinen ersten Geburtstag feiert, blickt auf ein Jahr mit rasanter Entwicklung zurück. Die schnell anwachsende Kinderzahl machte schon bald eine Bauerweiterung notwendig und man konnte bereits im September 2010 für das neue Gebäude für die Kleinkinder im Alter bis drei Jahre das Richtfest feiern.

Fotos können Sie in der Bildergalerie anschauen.

Die Mitarbeiterzahl des Teams hat sich entsprechend der wachsenden Kinderzahl und Räumlichkeiten erhöht: Beim Einzug in das neue „Zwergenhaus" ist das KITA-Team bereits um zwei Erzieherinnen und eine Praktikantin gewachsen. Gleichzeitig ist der Interkulturelle Waldorfkindergarten seinem Grundsatz, allen Kindern zugänglich zu sein, stets treu geblieben. Davon zeugt die ausgewogene Zusammensetzung von Kindern mit deutscher Herkunft und von Jungen und Mädchen weiterer Nationen, die sich auf alle Altersstufen verteilen - und voneinander lernen.

Aber auch über den eigenen Interkulturellen Waldorfkindergarten blickt die Initiative, die inzwischen zu einem eigenen Verein geworden ist, hinaus:

Gründungsaufruf für eine interkulturelle Waldorfschule

Es ist beabsichtigt, im Anschluss an den Kindergarten eine Interkulturelle Waldorfschule, später eine ihr angeschlossene berufsvorbereitende Schule aufzubauen.

Im November 2010 gab es einen Gründungsaufruf für eine interkulturelle Waldorfschule in Hamburg-Wilhelmsburg und der Kreis der Gründungswilligen arbeitet an der Verwirklichung.

Lesen Sie mehr dazu unter: Gründungsaufruf

Gründungskreis der interkulturellen Waldorfinitiativen in Deutschland

Darüber hinaus haben sich elf Persönlichkeiten in der Freien Interkulturellen Waldorfschule Mannheim Neckarstadt zu einem Gründungskreises der interkulturellen Waldorfinitiativen getroffen und von ihren Projekte berichtet.

Lesen Sie weiter unter: Gründungskreis

Neues aus der Gründungsinitiative für die interkulturelle Waldorfschule

Lesen Sie, wie die Arbeit für eine interkulturelle Waldorfschule in Wilhelmsburg weitergeht im