Übergang Kindergarten - Schule

Die „Königskinder"

Das letzte Kindergartenjahr wird häufig das „Königsjahr" genannt und für die künftigen Schulkinder, die „Königskinder", gibt es eine besondere Förderung. Die Zeit bis zur Schulreife wird im Waldorfkindergarten intensiv begleitet. Auf die Feinmotorik und den Gleichgewichtssinn wird besonders geachtet, denn diese sind eine gute Grundlage für das Lernen in der Schule. Besonders die Sprachentwicklung wird im Hinblick auf die Einschulung verstärkt gepflegt, und vor allem für Kinder, die eine andere als die deutsche Muttersprache haben, wird darauf geachtet, dass diese Mehrsprachigkeit zu einem Vorteil für das Kind wird.

Der künstlerisch-handwerklichen Bereich wird ebenfalls in besonderem Maße angeboten und durch diese Tätigkeiten wird auch das Durchhaltevermögen, die Belastbarkeit, der Umgang mit Misserfolgen und der Wille, neue Aufgaben zu ergreifen und auch zu Ende zu bringen, gestärkt. Eine Vorbereitung auf die Schule kann so stattfinden, ohne dass das schulische Lernen schon vorweg genommen wird.

Mehr zum „Königsjahr": Waldorfkindergarten-Karlsruhe

Vor einigen Jahren spiele der Begriff der Schulreife noch eine große Rolle, inzwischen ist das Einschulungsalter erheblich vorverlegt worden und die Rückstellung wegen fehlender Schulreife in der Regel abgeschafft worden. So kann es vorkommen, dass Kinder mit kaum mehr als fünfeinhalb Jahren eingeschult werden können, wenn sie spät im Jahr geboren wurden. Doch gleichgültig, wann er stattfindet: Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist ein großer Schritt. Während im Kindergarten jedes Lernen ein ganzheitlicher Vorgang ist, gibt es in den Schulen die Aufteilung in einzelne Unterrichtsfächer. In der Internetseite Bildung und Einschulung heißt es dazu: „Lediglich das Einschulungsalter vorzuverlegen erscheint Waldorfpädagogen daher übereilt und berücksichtigt eben nicht die vielfältigen und individuell unterschiedlichen Entwicklungschancen der Kinder..."

Lesen Sie den ganzen Artikel vom Waldorfseminar Stuttgart unter: Waldorfpädagogik und Einschulungsalter

„Die Bildung und Entwicklung der Kinder muss zu jeder Zeit wahrgenommen, erkannt und gefördert werden. Kinder, die unseren Kindergarten verlassen, wechseln zu unterschiedlichen Schulen. Einige besuchen die Waldorfschule, andere die städt. oder konfessionellen Grundschulen im jeweiligen Wohngebiet und andere weitere freie Schulen. Da der Übergang vom Kindergarten zur Schule so unterschiedlich gestaltet ist und die Schulen verschiedene Lernformen pflegen, ist es uns wichtig, für alle Kinder gemeinsame Schwerpunkte für den Übergang zur Schule zu betrachten", heißt es in der Internetseite des Waldorfkindergartens Hollerbusch e. V.

Siehe unter: Bildung - Übergang vom Kindergarten zur Schule

Was ist Schulreife?

Der Begriff der Schulreife ist wissenschaftlich nicht eindeutig definiert und wird daher seit einigen Jahren abgelehnt. Man spricht nur noch von »Schulfähigkeit«. Waldorfpädagogen halten dennoch an dem Begriff fest. Elke Schaffrath, Ärztin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, war Kindergarten- und Schulärztin an der Freien Waldorfschule am Kräherwald in Stuttgart. Sie erörtert, was auf der Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde unter Schulreife zu verstehen ist...

Lesen Sie weiter unter: Erziehungskunst, Schulreife, Juli/Aug.11

Körperdominanz und Schulreife

Die ehemalige Klassenlehrerin Bärbel Kahn ist seit elf Jahren freiberuflich als Lerntherapeutin für Legasthenie und Dyskalkulie (Rechenschwäche) tätig. Zu ihrer Klientel zählen vorwiegend Schulkinder zwischen neun und 16 Jahren. Sie plädiert dafür, der Körperdominanz bei der Beurteilung der Schulreife eine größere Bedeutung beizumessen...

Lesen Sie den ganzen Artikel in: Erziehungskunst, März 2011


Interkulturelle Waldorfschule Hamburg-Wilhelmsburg

in Planung

Lesen Sie mehr unter: Flyer pdf

Im Oktober 2010 traf sich im Interkulturellen Waldorfkindergarten in Hamburg-Wilhelmsburg ein Kreis von Persönlichkeiten, um über die Gründung einer Interkulturellen Waldorfschule in Hamburg zu beraten. Der Kreis verabschiedete einen Aufruf zur Gründung und weitere Personen schlossen sich diesem Aufruf an.

Hat auch Hamburg begeisterte, aktive Menschen, die eine Interkulturelle Waldorfschule gründen? Gesucht werden engagierte Waldorflehrer. Gesucht werden überzeugte Eltern und Freunde, die in einem Arbeitskreis an den Grundlagen unserer Pädagogik arbeiten und die zusammen mit unseren Wilhelmsburger Eltern die Gründung der Interkulturellen Waldorfschule in Hamburg in die Wege leiten.

Der „Verein zur Förderung interkultureller Waldorfpädagogik in Hamburg e. V." bildet den rechtlichen Rahmen der Schulinitiative. Der begeisterte Mensch, der diese Initiative mit Leben erfüllt, sind Sie!

Sprechen Sie uns an unter Telefon 040 603 36 22 oder Mail  mail@interwaldorf-hamburg.de  

Lesen Sie hier den ganzen Aufruf: Hamburg-Rundbrief April 2011


Den Leib gesund aufbauen - Entwicklung in den ersten sieben Lebensjahren

Von Karl-Reinhard Kummer, Juni 2010

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit und Sicherheit, mit welchem Vertrauen und mit welcher Lebensfreude einem das kleine Kind gegenübertritt. Der Kinderarzt Karl-Reinhard Kummer beschreibt die wichtigsten Hürden, die das heranwachsende Kind bis zum Schuleintritt bewältigen muss.

Lesen Sie weiter unter: Erziehungskunst, Juni 2010


Buchempfehlungen

Wackeln die Zähne, wackelt die Seele

Der Zahnwechsel. Ein Handbuch für Eltern und Erziehende

Monika Kiel Hinrichsen, Verlag Urachhaus

Nur wenige Eltern rechnen damit, dass die Zeit des Zahnwechsels eine harte Probe für die Beziehung zu ihrem Kind werden kann. Das Buch gibt hilfreiche Tipps, wie man diese Zeit am besten meistern kann. Viele Eltern wissen aus eigener Erfahrung zu berichten, dass Kinder ungefähr ab sechseinhalb Jahren oft besonders schwierig sind und dass deutliche Veränderungen an und in ihnen vorgehen. All das sind Anzeichen dafür, dass diese Zeit von wesentlich tiefgreifenderen Entwicklungsschritten begleitet ist als nur dem äußerlich sichtbaren Hervortreten der bleibenden Zähne...

Mehr dazu: Verlag Urachhaus

Bildung ist mehr als Lernen

Kindergarten und Schule im Dialog

Andreas Neider (Hrsg.)

Die Bildungslandschaft ist seit der PISA-Studie stark in Bewegung geraten, wobei sich die Diskussion schnell auf den Kindergartenbereich und die Frage nach einer früheren Einschulung konzentriert hat. Die Beiträge des vorliegenden Buches wenden sich dagegen wieder der Kernfrage zu: Was verlangt die Entwicklung des Kindes um ihrer selbst willen? Nicht die Frage nach dem gesellschaftlichen Mehrwert von Bildung, sondern nach dem menschenbildenden Wert der Erziehung steht im Vordergrund der Betrachtung. Dabei kommt es auch auf eine engere Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule an...

Mehr unter: Verlag Urachhaus

Konzepte Übergang Kindergarten - Schule

Praxisnahe Evaluation an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten

Margarete Kaiser/Doris A. Boeddecker, Waldorfbuch.de

Mit dieser Arbeit erscheint eine ausführliche Evaluation zweier Konzepte zum Übergang Kindergarten - Schule: Schulaußenstelle am Waldorfkindergarten und Eingangsstufenklasse an der Waldorfschule. Damit liegen praxisnahe Ergebnisse auf die Reaktion zur gesetzlich vorgeschriebenen Früheinschulung an Waldorfschulen vor.

Zu bestellen unter: Waldorfbuch.de