Gemeinsam leben, gemeinschaftlich lernen

Integration und Entwicklung sind die Kernbegriffe der interkulturellen Waldorfpädagogik. Schon im Kindergarten sollten diese beginnen und sich in der Schule fortsetzen. Lernen ist ein voneinander Lernen, ein soziales Lernen und ein gemeinschaftliches Lernen, das die Voraussetzung für ein selbständiges Leben eröffnet. So führt der in der Waldorfpädagogik über Kindergarten und Schulzeit angestrebte Prozess der Persönlichkeitsbildung zu Eigenständigkeit und Selbstbestimmung im Erwachsenenalter.

Im Interkulturellen Waldorfkindergarten wird die Sprachentwicklung durch Singen und Sprechen von Gedichten und Reimen gefördert, wobei auf eine Fülle von Liedern und Texten aus aller Welt zurückgegriffen werden kann. Kinder hören Bekanntes und Neues und tauchen mit Freude in die verschiedenen Sprachen und Kulturen ein. Sprachentwicklung und Sprachförderung sind insbesondere bei mehrsprachig aufgewachsenen Kindern wegen einer häufig zeitversetzten Sprachentwicklung pädagogisch notwendig. Deutsch als Begegnungssprache entwickelt sich durch die Beschäftigung mit Spiel- und Lerninhalten und durch das Wiederholen von Versen oder Liedern.

Die Lernprozesse sind lebensorientiert, die Kinder erhalten beim Freispielen Raum sich spielerisch mit der Welt auseinander zu setzen. Mit allen Sinnen wird gelernt und das Erlebte bildet nach der Schulreife das Fundament für die dann folgenden Lerninhalte. Regelmäßigkeiten im Tagesablauf durch die Gestaltung einer festen Tagesstruktur und durch die Einhaltung von Wochen- und Jahreszeitenrhythmen betten das Kind in den großen Rhythmus des Zeitenlaufes ein. Über Elternabende und Einzelgespräche erhalten die Eltern einen Einblick in die Arbeit der Waldorfpädagogen und bekommen Anregungen für ihren eigenen Erziehungsalltag.


„Vielfalt gestalten – auf dem Weg zur Inklusion“

Unter diesem Motto findet vom 20. bis 22.9.2013 in der Freien Waldorfschule Berlin-Kreuzberg ein landesweiter Kongress statt, an dem sich auch das Team des Interkulturellen Waldorfkindergartens Wilhelmsburg beteiligt. Unter Federführung von unserer Kollegin Eike Sondermann setzt sich die Arbeitsgruppe aus Wilhelmsburg mit der Frage „Inklusion und Interkulturalität – Unverträglichkeit oder Chance?“ in drei Seminareinheiten auseinander, an denen sich bis zu 25 Personen teilnehmen können.

 Den Impuls für diesen Kongress, der unter anderem in Zusammenarbeit des Bundes der Freien Waldorfschulen und der Vereinigung der Waldorfkindergärten vorbereitet worden ist, liefert der Auftrag der UN-Konvention zur Gleichbehandlung aller Menschen. Zahlreiche Beispiele zur Umsetzung dieses Auftrags werden vorgestellt, aus Erfahrungen in Waldorfschulen und -kindergärten berichtet, Vorträge gehalten, Fragen diskutiert, aber auch Möglichkeiten zur kulturellen und heilpädagogischen Erneuerung, um eine breitgefächerte Förderarbeit in allen Waldorfkindergärten und -schulen auch von morgen sicher zu stellen.

 Die Freie Waldorfschule Berlin-Kreuzberg hat bereits viel Erfahrung im Bereich der Inklusion gesammelt. Sie entstand 1985 in unmittelbarer Nähe der innerdeutschen Grenze für alle Kinder des Stadtteils und setzte mutiges pädagogisches Arbeiten aller Beteiligten voraus. Wir Wilhelmsburger sind mit dem Gründungsimpuls der Kreuzberger Waldorfschule ganz besonders verbunden. Auch das pädagogische Konzept des Interkulturellen Waldorfkindergartens Wilhelmsburg legt einen besonderen Wert auf die Umsetzung des Auftrags der UN-Konvention und heißt jedes Kind in seiner jeweiligen individuellen Lebenssituation bei uns willkommen.

Wenn Sie Einzelheiten erfahren wollen, so klicken Sie auf die pdf: Flyer und Plakat

 Marie-Luise Sparka


Waldorf von unten

Von Mathias Maurer, März 2010

Die interkulturelle Waldorfschule im Mannheimer Kiez versteht etwas von Völkerverständigung

Als »Bildung von unten« bezeichnete die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, was die Interkulturelle Waldorfschule in Mannheim seit ihrer Gründung im Jahre 2003 betreibt: Sie nimmt sich der Kinder mit Migrationshintergrund aus einem sozialen Brennpunkt an und unterrichtet sie gemeinsam mit Kindern aus bildungsnahen Schichten.

Lesen Sie mehr unter: Erziehungskunst März10


Bunte Schule Dortmund

Wir möchten auf die Homepage der Bunten Schule Dortmund aufmerksam machen.

"Der im Juni 2009 gegründete Förderverein „Interkulturelle Waldorfschule Ruhrgebiet e.V." plant die Errichtung einer neuen Schule in Dortmund. Unsere Schule wird eine Waldorfschule sein. Völkerverständigung, Frieden, Achtung jedes einzelnen Menschen in seiner gesamten Persönlichkeit sind die Grundsätze dieser seit 90 Jahren weltweit erfolgreichen Pädagogik"   

Lesen Sie mehr unter: Bunte Schule Dortmund

Und hier unter: Kurzkonzept Dortmund


Wo das andere nicht mehr fremd ist

Interkulturelle Bildungseinrichtungen auf Erfolgskurs. Susanne Zick schreibt in der Ausgabe von waldorf-hessen Nr. 19 /20010.

Lesen Sie hier: pdf - Wo das andere nicht mehr fremd ist